Stadtteilbüro Reuterkiez

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Website des Stadtteilbüros Reuterkiez: http://reuterkiez.de

Kritik an der Umsetzung der Statteilbüro Organisation

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Die nächsten Termine

Nachbarschaftsabend
DATUM - ZEIT
Manege, Rütlistr. 1-3, Eingang über Weserstr.

Begleitgremium
DATUM - ZEIT Uhr

Ort: Quartiershalle Schule Rütlicampus


Erwartung der Bevölkerung im Reuterkiez

Kritik an SozStadt Reuterkiez Sitzung 2016-06-06.pdf

1. Was war gut?

  1. Verpflegung
  2. Stimmrecht ab dem 3. Erscheinen im QR = Modellprojekt
  3. Geschäftsstelle für den QR aus Mitteln des Programmes Soziale Stadt
  4. Engagement in Arbeitsgruppen als Form der QR-Arbeit
  5. Evaluation der Katholischen Fachhochschule
  6. Arbeit des QR interessant, wenn nicht nur über Fördermittel geredet/ entscheiden wird
  7. Man konnte experimentieren (auch scheitern), z.B. interkulturelle Moderation,
  8. Schulsozialarbeit, Schulen öffnen sich, Bildungsverbund ... aber diese Förderung wurde wieder eingestellt 
  9. Strukturförderung ist sinnvolles Kriterium (verhindert Lückenfüller)
  10. QM leitet Schäden im öffentlichen Raum an zuständige Stellen weiter

2. Was war schlecht?

  1. Versprochenes wurde nach Verwirklichung des Projektes nicht gehalten
  2. Bedürfnisse aus dem Quartier wurden "mit herunter gezogenen Mundwinkeln" aufgenommen
  3. Bürger*innen wurden nicht ernst genommen (von Politik, Verwaltung, QM)
  4. Wegfall der Geschäftsstelle für den QR (siehe oben, Soziale Stadt – Projekt), Begründung dafür nahm die Arbeit des QR und seine Meinung nicht ernst
  5. wahrgenommene Zensur von Protokollen
  6. Belehrungen über den Kiez wurden als "anmaßend, ekelhaft und arrogant" empfunden, z.B. erschien die Geschäftsführung des QM-Trägers nie im QR
  7. QM ist zu stark "Komm"-strukturiert, ist zu wenig im Kiez präsent (Veranstaltungen, Einrichtungen, Geschehen), ist zu geschlossen
  8. fehlende/ mangelnde demokratische Kontrolle der Mittelverwendung
  9. QM-Arbeit ist zu stark auf Planung fokussiert, es fehlen Kompetenzen wie Moderation, Coaching, Kommunikation, Gemeinwesenarbeit; wird auch deutlich an geringer Erreichung der Leute
  10. zu wenig Konfliktfähigkeit im QM
  11. schlechte Rahmenbedingungen für QM-Arbeit: Jahresverträge, Bezahlung, Trägerinteressen; "Von unliebsamem Personal kann sich leicht 'entledigt werden'."
  12. Soziale Stadt übernimmt eigentliche Regelaufgaben, Soziale Stadt als "Löcherstopfer", z.B. Bildung an Schulen, Sprachförderung (sind unterversorgte Regelaufgaben).
  13. Externe, kiezferne Träger werden stärker gefördert als lokaler Träger; Geld geht so aus dem Kiez raus.
  14. wahrgenommene Trägerbevorzugung
  15. wahrgenommene Geldverschwendung, z.B. Beauftragung von externer Prozessbegleitung
  16. Schulen repräsentieren nicht die Kiezbevölkerung (es wird viel getrickst; Anm d. R.: gemeint war, dass Eltern ihre Kinder in Schulen außerhalb des Kiezes/ des Einzugsgebietes angemeldet haben und somit der Durchmischung an den Schulen im Kiez entgegenwirken), das ist gescheitert
  17. schlechter Zustand öffentlicher Grünanlagen
  18. Antragstellung/ Fördermöglichkeiten sind zu hochschwellig/bürokratisch, das widerspricht der Programmatik der Aktivierung
  19. fehlende Bewerbung für die Arbeit im Quartiersrat
  20. Öffentlichkeitsarbeit des QM sind schlecht, es gibt keinen facebook Auftritt
  21. es wird zu viel schöngeredet
  22. politische Unzufriedenheit wird nicht nach oben weitergetragen (z.B. in Protokollen, Dokumentationen)
  23. Es ist nicht o.k., dass das QM-Team an die Fraktionen der BVV nicht politische Forderungen vom Mietenbündniss weitergeben darf
  24. Abgleich/ Bewertung von Zielen und Ergebnissen zu schwammig
  25. Beendigung von Förderungen wurde oft nicht klar begründet (intrasparente Erfolgskontrolle)

3. Was sollte anders gemacht werden (Vorschläge)?

  1. Verdrängung der eigentlichen Zielgruppen des Programms ("Weiterwandern von Problemgebieten") ist absurd! Gegen diesen Mechanismus braucht es eine politische Strategie anstatt der Haltung "Da können wir nichts tun."
  2. Beteiligung funktioniert nur, wenn sie ernst genommen wird! Das müsste Leitsatz für das Programm sein.
  3. im QR nicht nur über Fördermittel reden/ entscheiden
  4. transparente Darstellung von Zielen und Ergebnissen
  5. Kontrolle der Erfolge konkreter verabreden
  6. Nachhaltigkeit und Instandhaltung bei Projekten gewährleisten
  7. politische Interessen/Parteizugehörigkeiten von Trägern/Akteuren transparent machen
  8. Geschäftstselle für den QR (unabhängig vom QM) für: ausführlichere Protokolle, transparente und rechtzeitige Infos, schnelles Reagieren auf Bedarf und Entwicklungen
  9. Evaluation von außen: Muss auch gelesen und offen diskutiert werden
  10. Mehr Arbeit in Kleingruppen
  11. QM-Team muss mehr "raus" gehen: vor Ort in den Kiez, in Einrichtungen
  12. Arbeitszeit der QM-Teams auch nach 18 Uhr
  13. Mehr Kompetenzen in Moderation, Kommunikation, Konfliktfähigkeit, Gemeinwesenorientierung des QM Teams gewährleisten, z.B. in der Ausschreibung für die Teams einfordern
  14. Arbeitsrechte und -bedingungen für die QM-Teams verbessern
  15. Weniger Bürokratie bei den Projektanträgen und mehr Hilfe bei Anträgen
  16. Mehr lokale Träger fördern und lokale Wirtschaftskreisläufe stärken
  17. Projektberichte transparent machen
  18. Senat soll von den Bezirken nachhaltiges Engagement als "Gegenleistung" für Gebietsförderungen (Soziale Stadt) einfordern


Protokolle des Begleitgremiums

Materialien