Sanierungsgebiete Neukölln-Nord/Weigandufer

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Beteiligungsgremium im Sanierungsgebiet Sonnenallee

Stadtgrün erhalten - Demnächst in Berlin, aber nicht in Neukölln

Charta Berliner Stadtgrun Impulspapier (PDF)

181008 Charta Berliner Stadtgrun Impulspapier.pdf

Öffentlicher Brief unterschrieben vom Bürgermeister

Rodung Weigandufer - Hikel - 2018-02-08.pdf

Stellungnahme der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN) zum Entwurf der Charta Stadtgrün

Stellungnahme bln charta stadtgruen 14 05 2019.pdf


Angebliche Aufwertung durch Sanierungsmaßnahmen

Angebliche Aufwertung durch Sanierungsmaßnahmen

Angebliche Aufwertung: Beispiel Weichselplatz

PR in der Sanierungszeitung

Karlson Nr.5 - Mitwirken erwünscht

Karlson Nr. 5 - Zu den Vorhaben am Weigandufer


Impulspapier Charta für das Berliner Stadtgrün

Zitate:

" [...] das in den Richtlinien der Berliner Regierungspolitik 2016-2021 festgesetzte Ziel, die grüne Infrastruktur Berlins langfristig zu erhalten und zu stärken"


" Aktionsplan mit Instrumenten, konkreten Maßnahmen und Projekten"


"Deshalb werden auch die großen Potentialräume in den Blick genommen. Das sind zum Beispiel die oft noch grauen Infrastrukturen wie Straßen, Wirtschaftswege, Bahntrassen und Kanalufer. Diese können zu „grün-blauen Bändern“, Begegnungszonen, Biotopverbundräumen und anderen grünen Infrastrukturen weiterentwickelt werden."


"Dieses „grüne Vermögen“ haben wir geerbt."


"Die vielen Menschen, die in unsere Stadt kommen, tragen zu ihrem wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Reichtum und zur Vielfalt bei. Mit ihnen steigt der Bedarf an Wohnraum, aber auch die Nutzung von und die Nachfrage nach Grünflächen"


"In einer wachsenden Stadt mit zunehmendem Nutzungsdruck auf vielen Flächen, konkurrierenden Perspektiven, Interessens- und Zielkonflikten ist nicht nur die Verteilung von Siedlungs- und Freiräumen eine fordernde Fragestellung, auch die Qualität und die Instandhaltung und Pflege des bestehenden Stadtgrüns ist in den Fokus zu stellen. Das hat nicht zuletzt auch damit zu tun, wie Städter*innen heutzutage Grünflachen nutzen. Denn die Lebensstile der Stadtgesellschaft wandeln sich und differenzieren sich weiter aus. Sie werden dabei vor allem immer vielfältiger, neue Bedürfnisse und Konflikte entstehen. Damit das Stadtgrün auch in Zukunft seine ökologischen, klimatischen, sozialen, gesundheitsförderlichen und ökonomischen Funktionen erfüllen kann, muss es im Einklang mit der wachsenden Stadt und den vielfältigen Lebensstilen und Nutzungsperspektiven respektiert, gestärkt und entwickelt werden."


Stellungnahme der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN) zum Entwurf der Charta Stadtgrün

Zitate:

"Gewässer – die blau-grünen Infrastrukturen: Wenn als Ziel definiert wird, die Ufer besser nutz- und erlebbar zu machen, die Aufenthaltsqualität zu verbessern, sie durchgängig begehbar und vielfältig nutzbar zu gestalten kann nicht parallel auch noch die Erhöhung der Naturnähe und des Biotopverbunds erreicht werden. Hier ergeben sich unweigerlich Konflikte zwischen Erholung und Naturschutz. Eine Verbesserung der Zugänglichkeit und der Nutzflächen ist aus Naturschutzsicht kontraproduktiv und das sollte dann ehrlicher Weise auch so gesagt werden. Generell muss die Zulassung von Nutzung und Gestaltung der Ufer unter der Prämisse stehen, dass der Biotopverbund funktioniert und der Land-Wasserübergang optimal gestaltet wird; eine Beschränkung auf kleine Uferabschnitte bei der naturnahen Gestaltung reicht nicht aus, um die blauen linearen Verbindungen zu stärken."


"Qualitätsoffensive für das Berliner Stadtgrün: Die Grundinstandsetzung und Sanierung von Parkanlagen hat in der Vergangenheit immer zu einer Zunahme von Wegen und Abnahme von ungestörten Bereichen in den Parks geführt, war also für den Naturschutz kontraproduktiv. Hier wird Stadtgrün nur als grüne Baukultur gesehen und die verwilderte Vegetation als Qualitätsminderung. Eine Qualifizierung muss auch den Arten- und Biotopschutz als Grundlage für Lebensraumerhalt mitdenken! Die Qualitätsoffensive für das Berliner Stadtgrün MUSS die Schaffung naturnaher Flächenanteile in allem Berliner Grün garantieren."


"Potenzial der grauen Infrastruktur nutzen: Das Ziel neue, jetzt versiegelte Flächen für das Stadtgrün zu erschließen, sehen wir sehr positiv. Hier erwarten wir ein ambitioniertes Entsiegelungsprogramm in der ganzen Stadt, das sich nicht nur auf Schulhöfe beschränkt, sondern auch Straßen- und Parkplatzrückbau zum Ziel hat."


"Wenn alle dort aufgeführten Projekte umgesetzt werden sollen, muss dieses Programm eine nie dagewesene Personaloffensive in den Grünflächen- und Naturschutzverwaltungen nach sich ziehen."


"[...] Stärkung des Grünbereichs in den Ämtern dauerhaft zu bewirken"


"Gewässerrandstreifen müssen als Biotopverbund eine funktionierende Breite haben."


"Potenzial der grauen Infrastruktur nutzen. Es fehlt eine überprüfbare Zielmarke zur Entsieglung von Flächen in der Stadt."


"Gestalt- und Nutzungsqualitäten steigern. Die Sanierung von Parkanlagen wird nur deshalb nötig, weil die alltägliche Pflege seit Jahrzehnten vernachlässigt wird. Auch frisch sanierte Parkanlagen sind schon nach Jahren wieder in einem jämmerlichen Zustand, da die Pflege fehlt. Die Sanierung und Profilierung von Parkanlagen darf nicht zu einem „Grünvernichtungsprogramm“ werden, wie schon bei einigen Parkanlagen (Ottopark, Kleiner Tiergarten) geschehen. Es wäre viel nachhaltiger das pflegende Personal dauerhaft aufzustocken und überbezirklich tätige, gut ausgestattete und ausgebildete Pflegtrupps zu bilden. "


"Wir brauchen keinen neuen Leitfaden zur Berücksichtigung von Artenschutzbelangen, sondern die Umsetzung der Artenschutzbelange und das zusätzliche Personal, das die Umsetzung einfordert und kontrolliert."


"Obwohl der Gesetzgeber im Innenbereich keinen naturschutzrechtlichen Ausgleich fordert, sollten bei Bauvorhaben Versiegelungen im Innenbereich weitgehend durch Entsiegelungen ausgeglichen werden. Das ist sowohl klimatisch geboten als auch wichtig für die Artenvielfalt in der Stadt."


"Das Handbuch gute Pflege wird verpflichtend."


"Generell sollte Berlin eine Vorbildfunktion bei der Bewirtschaftung der eigenen Flächen einnehmen."